Spamdexing: So linken Hacker ihre Beute

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Ein neues Bedrohungsszenario dämmert im WWW herauf. Hacker nutzen derzeit gezielt manipulierte Webseiten und täuschen so nicht nur ahnungslose Anwende, sondern auch technisch ausgefeilte Suchmaschinen wie Google – und machen so Millionen Dollar.

So warnt der Sicherheitsdienstleister Finjan jetzt vor einer Masche, die offenbar in der Ukraine ihren Ursprung hat. Über 100.000 Besucher werden zu einem Anbieter einer gefälschten Sicherheitssoftware weitergeleitet.

Ein lukratives Geschäft. Pro Weiterleitung verdienen die Hacker knapp 10 US-Cent und damit rund 11.000 Dollar pro Tag. Bis zu 12 Prozent der umgeleiteten Anwender installieren dann auch das Programm. Denn sind die Besucher erst auf einer bösartigen Seite gelandet, bekommen sie die falsche Warnung, dass ihr PC mit einem Virus verseucht ist. Die Sicherheitsexperten sprechen bei diesem Vorgehen von ‘Scareware’.

Für ihren Coup manipulieren die Hacker Webseiten legitimer Anbieter und seriöse Online-Angebote. Derzeit sei noch nicht geklärt, wie diese Manipulation umgesetzt wird. Doch damit nicht genug. Offenbar übernehmen Hacker immer häufiger die Kontrolle über die Webseiten. Dann können sie auch Schlagworte und Indexierungen ohne große Probleme ändern.

Nun recherchieren die Hacker auf Google Trends oder anderen Diensten die populärsten Suchanfragen, wie zum Beispiel Obama oder St. Patricks Day. Mit Hilfe von dynamisch generierten Keywords und Suchworten schaffen es die Hacker dahin, wovon seröse Anbieter oft nur träumen können. Auf die ersten Seiten von Google. Damit bekommen die Hacker natürlich sehr gute Abrufzahlen.

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