Erben verhindern Steve Jobs Action-Figur

Enterprise

Um eine 12 Zoll große Figur, die den Apple-Mitgründer Steve Jobs nachahmt, hat es reichlich Diskussionen gegeben.

Jetzt meldet Icons, der Hersteller der Puppe, dass man sich dem “immensen” Druck von Apple und den Familienmitgliedern des verstorbenen Steve Jobs gebeugt hätte. Produktion und Vertrieb der Puppe seien eingestellt worden.

Steve Jobs wird es nicht als Action-Figur geben. Quelle: Icon
Steve Jobs wird es nicht als Action-Figur geben. Quelle: Icon

“Nach wie vor sind wir davon überzeugt, dass wir keine Gesetze überschritten haben. Dennoch entschieden wir uns, dieses Angebot, dessen Produktion und Verkauf, vollständig zu stoppen”, erklärt Tandy Cheung, Chef des Unternehmens aus Hongkong. Cheung begründet diesen Schritt vor allem mit dem Mitgefühl für die Familie Jobs.

“Ungeachtet des Drucks, bin ich stets ein Fan von Steve, ich respektiere Steve und seine Familie und es liegt definitiv nicht in meiner Absicht, sie zu verärgern”, so Cheung weiter.

Cheung gehen damit vermutlich Millionen durch die Lappen. Denn alleine die Kontroverse um seine Pläne war eine gute Werbung für den vermeintlichen Kassenschlager.

Der Action-Jobs sollte mit den bekannten Attributen wie dem schwarzen Rollkragenpulli, der randlosen Brille sowie mit einer Jeans ausgestattet sein. Auch ein Stuhl war in dem Set, in den hätte man den kleinen Steve mit einem iPad ausgerüstet setzen und in die Vitrine stellen können. Das Ganze war mit dem Mantra “One more Thing” überschrieben.

Apple ging mit einer einstweiligen Verfügung gegen Icon vor. Die Puppe ahme das Unternehmens-Logo, den Namen einer Person sowie deren Erscheinung nach und es gebe Ähnlichkeiten mit Produkten, warf Apple dem Hersteller vor.

Zunächst hatte Cheung noch in einem Interview erklärt, dass diese Begründung nicht zutreffe und Apple ohne rechtliche Handhabe agiere. Die Produktion sei bereits angelaufen.

Icons jedoch ist nicht das erste Unternehmen, das mit einer Jobs-Figur scheiterte. MIC Gadget aus China musste bereits 2010 die kurzzeitig vertriebene Jobs-Puppe wieder vom Markt nehmen, weil sich Apple dagegen wehrte. Auch als Ninja verkleidet wollte Apple den kleinen Steve Jobs nicht dulden.

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