Darum lohnt ein Jailbreak bei iPhone und iPad

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Apple macht aus verschiedenen Gründen manches technisch unmöglich, was dem Anwender das Leben leichter machen könnte. Aber dagegen ist ja bekanntlich ein Kraut gewachsen. Allerdings muss man die Frage nach einem Jailbreak zunächst mit dem Gewissen ausmachen.

Jailbreaks sind fast so alt wie die Beschränkungen, die Apple seinen Geräten auferlegt. Über Apples Motive lässt sich streiten, ob sie im besten Sinne des Nutzers sind oder vielmehr die Aktionären von Apple profitieren.

Zum Beispiel ist es fraglich, warum eine App über ein gejailbreaktes iPhone auch mit Druckern drucken kann, die nicht von Apple stammen. Ein unbehandeltes iPhone hingegen setzt einen AirPrint-Drucker von Apple voraus.

In unserer Bildergalerie zeigen wir heute, was Apps auf einem entsperrten iPhone auf einmal alles können. Vom Tethering über Drucken bis hin zum echten Emoticon liefern Apps für entsperrte iOS-Geräte neue Funktionen. Auch Support für beinahe jedes Video-Format ist mit der entsprechenden App möglich.

Fotogalerie: 15 gute Gründe für eine Jailbreak-iPhone

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Auch für das neue iPad – die dritte Generation der Apple-Tablets – gibt es bereits drei Methoden, um einen Untethered Jailbreak durchzuführen. Es wird voraussichtlich nicht mehr viel Zeit vergehen, bis eine stabile Version für Endanwender veröffentlicht wird.

Es dauerte diesmal nur Stunden, bis erfahrene Hacker das iPad von den Schranken befreien konnten, die Apple ihm auferlegt. Sie suchten und fanden Schwachstellen, um ihre angepasste Software auf dem neuen iPad mit iOS 5.1 laufen zu lassen.

Nicht zum ersten Mal dabei war iPhone-Hacker MuscleNerd vom Dev-Team. Bei Twitter veröffentlichte er Bilder von einem neuen iPad, auf dem der Cydia Store für entsperrte Geräte sowie eine Terminal-App lief, die beide erst nach einem Jailbreak auf iOS-Geräten lauffähig sind. Was ihm mit dem neuen iPad gelungen war, erklärte er dazu, sei grundsätzlich mit jedem iOS-Gerät möglich – außer vielleicht Apple TV. Er hält es für höchst ironisch, dass sich das weniger teure Apple-Produkt als besonders sicher erweist, wenn auch aus einfachen technischen Gründen: “ATV hat nur einen Bruchteil der Software-Infrastruktur der anderen Geräte … es bietet deshalb eine viel kleinere Angriffsfläche.”

MuscleNerd hatte schon bald Anlass, dem iOS-Hacker Stefan Esser (i0n1c) in Köln zur zweiten erfolgreichen Jailbreak-Methode zu gratulieren, als der sein entsperrtes iPad in einem YouTube-Video demonstrierte. Esser selbst gab einen knappen Hinweis auf seinen Weg zur erfolgreichen Entsperrung: “Nur so viel für diejenigen, die Informationen über die von mir eingesetzten Exploits wollen: Ich nutze drei Kernel-Bugs und drei User-Land-Bugs.”

Fotogalerie: Jailbreak auf dem iPhone 4

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Als Dritte schafften die Hacker Grant Paul (chpwn) und Paul Griffin (phoenixdev) mit gemeinsamen Anstrengungen einen Jailbreak. “Eine Woche harter Arbeit, viereinhalb Stunden im Besitz eines iPads, und jetzt laufen Cydia sowie SSH!” berichtete Griffin. “Bilder folgen. Meine Methoden sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Es geht nur um die Ehre, bevor ich meine Arbeit Leuten überlasse, die mehr daraus machen können.”

Noch sind keine einfachen Tools verfügbar, mit denen jeder Nutzer sein neues Tablet befreien könnte, aber das ist nach den ersten gelungenen Jailbreaks nur noch eine Frage der Zeit. Die erfolgreichen Hacker raten jedoch, das neue iPad nicht über die iOS-Version hinaus zu aktualisieren, mit denen es ausgeliefert wurde, da Apple einige oder alle Sicherheitslöcher beheben könnte, die sie für ihre Jailbreaks genutzt haben.

Ein Jailbreak hebt die werksseitigen Beschränkungen von Apple-Geräten auf. Danach stehen neben dem offiziellen App Store auch der Cydia Store zur Verfügung, der von Apple aus verschiedenen Gründen nicht zugelassene Programme bereitstellt. Durch die Modifikation erlischt allerdings Apples Gerätegarantie. Während Apple in Jailbreaks einen Verstoß gegen seine Lizenzbedingungen sowie den Digital Millenium Copyright Act (DMCA) sieht, wurden sie vom US Copyright Office für legal erklärt.

[mit Material von Emil Protalinski, ZDNet.com]

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