Investoren wollen SAP-Konkurrenten BMC kaufen

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Eine Investorengruppe will Berichten zufolge den Hersteller von Unternehmenssoftware BMC kaufen. SAP würde das möglicherweise im US-Markt zu spüren bekommen.

Noch ist der Kauf nicht über die Bühne, allerdings gilt ein Konsortium von Bain Capital und Golden Gate Captital derzeit als aussichtsreichster Kandidat für eine Übernahme des Unterehmenssoftware-Hersteller BMC. Die Gruppe soll laut einem Reuters-Bericht 6,5 Milliarden US-Dollar für das 5800 Mitarbeiter starke Unternehmen bieten.

Damit überbieten Bain und Golden Gate die Konkurrenten KKR, TPG Capital und Thomas Bravo. Nach wie vor könnten diese Investoren ihr Angebot nachbessern. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass das an der New Yorker Börse gehandelte Unternehmen den Verkauf ganz absagt. Derzeit liegt von keiner der genannten Organisationen ein Kommentar zu den Verkaufsplänen vor. Laut Reuters-Quelle jedoch wolle das BMC-Management schon gegen Ende der Woche den Kauf abschließen.

Für SAP dürfte diese Entwicklung sehr spannend sein. Denn durch diese schuldenfinanzierte Übernahme, es ist die in diesem Jahr bislang größte dieser Art, würde der vor allem im US-Markt starke Konkurrent BMC finanziell gestärkt.

Gerade im wichtigen US-Markt muss SAP bereits mit dem aggressiv operierenden Konkurrenten Oracle zurechtkommen. Im Bereich Cloud konnte sich SAP bereits mit den Übernahmen von Ariba und SuccessFactors zwei wichtige Player sichern. Auch der US-Markt wurde durch diese Zukäufe gesträrkt.

BMC bietet nicht nur Unternehmenssoftware an, sondern ist auch in Bereichen für Infrastruktur-Software, etwa Datenbank-, Server- oder Netzwerk-Optimierung vertreten. So konkurriert BMC neben SAP und Oracle daher auch mit Unternehmen wie CA oder Compuware.

Der Hedgefonds Elliot Associates wirft BMC vor, den Trend zur Cloud zu verschlafen und drängt das Unternehmen, sich zum Verkauf zu stellen. Durch den Verkauf könnte BMC vermehrt in Cloud-Lösungen investieren.

BMC ist derzeit nicht die einzgie IT-Größe, die gekauft werden soll. Silver Lake Partners etwa plant derzeit zusammen mit dem Unternehmensgründer Michael Dell das Unternehmen Dell von der Börse zurückzukaufen. Dell will dann ohne den Einfluss der Aktionäre fürchten zu müssen, Dell neu aufstellen und mehr zu einem Dienstleister und Softwareunternehmen machen.

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