Oracle optimiert Java für ARM-Prozessoren

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Gemeinsam wollen Oracle und ARM die verbreitete Programmiersprache Java für den Einsatz auf der ARM-Chip-Architektur fit machen.

Mit Technologien wie ARM CoreLink CCN-504 und CoreLink DMC-520 optmiert ARM die Architektur für den Einsatz in Servern. Jetzt wird mit  Oracles Java auch eine wichtige Grundlage von Enterprise-Anwendungen für ARM optimiert. Quelle: ARM
Mit Technologien wie ARM CoreLink CCN-504 und CoreLink DMC-520 optmiert ARM die Architektur für den Einsatz in Servern. Jetzt wird mit Oracles Java auch eine wichtige Grundlage von Enterprise-Anwendungen für ARM optimiert. Quelle: ARM

Oracle und ARM arbeiten jetzt gemeinsam daran, Java auch auf ARM-Prozessoren lauffähig zu machen. Davon könnte Java in geschlossenen Systemen aber auch auf neuen Enterprise-Servern profitieren. So soll mit Java Platorm SE für ARM 32 Bit für Embedded-Systeme und mit Java SE für ARMv8 64 Bit für Enterprise Server die Sprache für den Einsatz auf der ursprünglich für mobile Umgebungen geschaffenen Prozessorarchitektur optimiert werden.

Nachdem die ersten Hersteller Unternehmens-Server mit ARM-Prozessoren planen oder bereits im Angebot haben, ist natürlich auch der Einsatz von Java auf solchen Hardware-Plattformen interessant. Die Architektur von ARM hat gegenüber herkömmlichen Industriestandard-Servern den Nachteil, dass hier stets nur eine kleine Gruppe von Anwendungen optimiert laufen kann. Der Vorteil aber liegt aber vor allem im geringen Stromverbrauch der Prozessoren.

Nun soll Java, das dafür sorgen soll, dass Anwendungen auf mehreren unterschiedlichen Plattformen laufen, vor allem in Hinsicht auf Skalierbarkeit und Durchsatz auf ARM-Mulitcore-Server optimiert werden.

Auch als so genanntes Embedded-System könnte Java auf ARM bei dem so genannten Internet der Dinge eine wichtige Rolle spielen. Hier könnte die verbreitete Software dazu genutzt werden, um energieeffiziente Controller und Sensoren etwa für industrielle Anwendungen anzutreiben. Über den Einsatz von Java könnte auch die Mashine to Mashine-Kommunikation (M2), die derzeit vor allem durch proprietäre Technologien gekennzeichnet ist, weiter standardisiert werden.

Eine optimierte JVM (Java Virtual Machine) könnte Java-Installationen in mehrfacher Hinsicht optimieren. So würde, wie ARM mitteilt, unter anderem die Boot-Zeit sinken und auch der Stromverbrauch würde dadurch deutlich verringert.

Wie diese Zusammenarbeit im Detail abläuft, teilten die Unternehmen nicht. Dennoch unterhalten beide Unternehmen bereits seit Jahren eine Partnerschaft. So hatte ARM bereits 1996 mit Sun Microsystem zusammengearbeitet, um JavaOS auf die ARM-Architektur zu portieren.

“Ein diversifiziertes und optimiertes Software-Ökosystem muss vorhanden sein, um solche Systeme zu unterstützten. Diese ausgeweitete Partnerschaft mit Oracle, ist ein wichtiger Schritt im wachsenden ARM-Ökosystem”, so Ian Drew, Chief Marketeing Officer und EVP Business Development bei ARM. Die Industrie stehe jetzt, da ARM immer mehr bei Servern und Netzwerkroutern Einzug hält, vor einem Wendepunkt, so Drew.

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