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Dell aktualisiert Enterprise-Server mit dem PowerEdge R930

Dell
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Analystics, CRM, SAP oder Oracle sind klassische Anwendungen für den PowerEdge R930. Auch kommen einige Anwendungen ab Werk mit. Dell setzt zudem auf Abschmelzungserscheinungen bei Unix-Systemen.

Dell stellt den neuen Enterprise Server PowerEdge R930 vor. Mit dieser neuen Hardware will Dell vermehrt auch Workloads wie Analytics sowie Cloud-Technologien abbilden. Daneben richtet sich der Server auch an klassische Enterprise-Anwendungen wie CRM, Oracle oder SAP.

Zudem verfügt die neue Hardware auch über vorintegrierte Lösungen wie Cloudera, SAP HANA oder Oracle. Dell verspricht mit der 13. Generation der Enterprise Server auch Performance-Gewinne. So verbessere sich das Ergebnis des SAP SD 2-Tier-Benchmarks auf einem Vier-Sockel-Server um 22 Prozent, wie Dell mitteilt. Mit dem Dell Fluid Cache for SAN könnten Anwenderorganisationen die Performance noch weiter steigern.

Mit dem PowerEdge R930 sind bis zu 72 Prozessor-Kerne des Intel Xeon E7-8800/4800 v3 möglich. Weitere Details will Dell bekannt geben, wenn Intel die neuen Xeon-Modell auf dem Markt gebracht hat. Die Hardware liefert bis zu 6 TB Memory in 96 DIMMs. Zudem lassen sich bis zu 24 interne Laufwerke installieren. Auch bis zu acht SSDs sind hier möglich. Dell verbaut hier 3.2 TB PCIe SSD aus der Reihe Dell PowerEdge Express Flash NVMe PCIe SSD, die gegenüber herkömmlichen SSDs eine um den Faktor 10 höhere I/O-Leistung haben sollen.

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Zudem sorgt Dell mit verschiedenen Software-Lösungen, wie etwa dem Fault Resilient Memory für einen hohen Grad an Automatisierung, Verfügbarkeit und Verlässlichkeit. Auch wenn sich die meisten Kunden für die ‘normale’ Version des PowerEdge R930 entscheiden, so bietet Dell auch die Server auch als vorinstallierte Appliance an.

Zusammen mit dem R930 aktualisiert Dell auch die Converged Systems VRTX und PowerEdge M1000e sowie die Blade-Server FC830 und M830. Die beiden letzteren eignen sich dank bis 3 TB Arbeitsspeicher, 72 Prozessorkernen und den Intel Xeon E5-4600 v3 Prozessoren für den Einsatz von Datenbanken und Virtaulisierungen.

Noch stehen die Preise nicht fest. Der R930, der FC830 und M830 werden ab Juni verfügbar sein. Integrierte Systeme und Appliances auf Basis des PowerEdge R930 werden im Verlauf des Jahre auf den Markt kommen, heißt es von Dell. Der PowerEdge FC830 ist ein Vierwegesystem mit einer halben Höheneinheit. Der PowerEdge M830 Blade Server bringt ebenfalls vier Sockets unter. Allerdings ist der Server eine Höheneinheit hoch.

Dell hat offenbar nicht vor, sich wie IBM aus dem Marktsegment für x86-Server zurückzuziehen. Vielmehr erwartet Dell, dass auch mit der Cloud weiterhin in den Ausbau von hybriden Rechenzentren investiert wird.

Dell rechnet vor, dass der Markt für x86-Server seit dem Dell vor etwa 20 Jahren den ersten PowerEdge-Server auf den Markt gebracht hat, um 600 Prozent gewachsen sei. Dagegen sei der Markt für Nicht-x86-Server alleine in den Jahren zwischen 2000 und 2013 um 70 Prozent zurückgegangen. Dennoch entspricht der 2015 noch immer einem Volumen von 9,1 Milliarden Dollar. Daher könnten noch viele Anwender von Unix und anderen Systemen auf die x86-Server und Linux von Dell migrieren.

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“Der PowerEdge R930 liefert die Kraft, Kapazität und Verlässlichkeit, die Unternehmen brauchen. Aber was noch wichtiger ist, dass Dells Ökosystem-Ansatz genau an den Schmerzpunkten der Kunden ansetzt und sich nicht auf die Hardware beschränkt”, erklärt Dan Harrington, Research Director bei 451 Research. “Unternehmen wollen immer Appliances, die schnell und verlässlich installiert werden können, für Anwendungen wie etwa SAP HANA.” Und über das eigene Ökosystem sei Dell in der Lage die notwendigen Komponenten für diese Systeme zu liefern.

 

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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