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Cisco kauft Netzwerksicherheit mit Lancope

Cisco Logo (Bild: Cisco)
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Cisco kann mit diesem Spezialisten für Netzwerksicherheit das bestehende Sicherheits-Portfolio ergänzen. Zudem hält Lancope interessante Patente.

Cisco übernimmt für 452 Millionen Dollar das Unternehmen Lancope. Der Hersteller aus Alpharetta, Georgia bietet mit der Produktfamilie StealthWatch ein System, das Netzwerkverkehr überwacht und aus der Datenübertragung verdächtige Muster herausliest. Damit sollen auch ausgeklügelte Angriffe entdeckt werden können.

Lancope ist vermutlich auch deswegen für Cisco interessant, weil es für den inzwischen offenen Cisco-Standard NetFlow insgesamt sieben Patente besitzt. Die Technologien von Lancope machen NetFlow für Administratoren in der Praxis besser handhabbar.

Das StealthWatch-Dashboard von Lancope gibt eine schnelle Übersicht über ungewöhnliche Muster im Netzwerk-Traffik. (Bild: Lancope)
Das StealthWatch-Dashboard von Lancope gibt eine schnelle Übersicht über ungewöhnliche Muster im Netzwerk-Traffik. (Bild: Lancope)

Cisco kann damit auch das 2013 für 2,7 Milliarden Dollar zugekaufte Sourcefire-Portfolio ergänzen. Für Cisco stellt der Sourcefire-Kauf einen zweiten Anlauf im Security-Markt dar. Allerdings scheint Cisco dank der etablierten Sourcefire-Technologien sich im Markt nun deutlich leichter zu tun. Unter der Marke Cisco Security bietet Cisco verschiedene Sicherheitstechnologien unter anderem mit der Produktreihe AMP (Advanced Malware Protection) auch eine Lösung für bislang unbekannte Sicherheitsbedrohungen.

Der Kauf von Sourcefire und dessen Appliances für Intrusion Prevention war auf diesem Weg allerdings nur der erste Schritt. Wie Rob Salvagno, bei Cisco Vice President Corporate Development, erklärt, habe man bereits in der jüngeren Vergangenheit mit OpenDNS, Portcullis und Neohapsis Firmen übernommen, deren Technologien dazu beitragen sollen, das im Sommer mit dem Konzept “Security Everywhere” gegeben Versprechen, Firmen vor, während und nach einem Angriff helfend zur Seite zu stehen, künftig auch zu erfüllen.

Cisco wolle die Lancope-Technologie schnell integrieren. Zumal Cisco diese Produkte in Projektgeschäften mit angeboten hatte. Zu den Referenzkunden von Lancope zählen derzeit zahlreiche Bildungseinrichtungen, aber auch Hewlett-Packard, die Saudi-Arabische Post sowie einige Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen und der öffentlichen Hand. In Europa setzen derzeit die Universität von Leeds und das Grafisch Lyceum Rotterdam Lancope-Produkte ein. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen wurde unter anderem von den Wagniskapitalgebern Canaan Partners, Council Capital und H.I.G. Ventures unterstützt.

Kurz zuvor hatte Cisco das Kölner Starup ParaStream übernommen, das eine Appliance für Streaming-Analytics anbietet. Diese Lösung kann auch für Sicherheitsanlysen verwendet werden, allerdings zielt diese auf Internet-Of-Things-Installationen ab.

[mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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