Netskope bekommt 100 Millionen Dollar von Investoren

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Das Unternehmen ist einer der von Analysten als führend eingestuften Cloud Access Security Broker (CASB). Es verspricht Firmen Sicherheit bei der Nutzung von Public-Cloud-Angeboten. In dem Segment engagieren sich auch Cisco, IBM, Symantec und die Deutsche Telekom.

Netskope hat in einer Serie-E-Finanzierungsrunde 100 Millionen Dollar erhalten. Das US-Unternehmen ist einer der Spezialisten im Markt für Cloud Access Security Broker (CASB). Wie es in seinem Blog mitgeteilt hat, wird die Finanzierungsrunde von den bisherigen Investoren Lightspeed Venture Partners und Accel Partners angeführt, Social Capital und Iconiq Capital, die ebenfalls schon dabei waren, haben sich ebenso erneut engagiert. Außerdem sind Sapphire Ventures und Geodesic Capital als Investoren hinzugekommen. Dell, dass über seine Wagniskapital-Sparte schon früher Geld in Netskope gesteckt hatte, scheint diesmal nicht wieder dabei zu sein – oder wird zumindest nicht ausdrücklich erwähnt.

Netskope (Grafik: Netskope)

Welche Bewertung der Finanzierungsrunde zugrunde liegt, hat Netskope nicht bekannt gegeben. In den fünf Jahren seines Bestehens hat das Start-up einschließlich der aktuellen Finanzierungsrunde nun 231,4 Millionen Dollar an Wagniskapital erhalten. Beobachter schätzen den Wert des Unternehmens auf rund 938 Millionen Dollar. Damit ist es deutlich höher bewertet als der Mitbewerber Bitglass, der Anfang des Jahres 45 Millionen Dollar von Investoren erhalten hat und seine Finanzierungssumme insgesamt auf 80 Millionen Euro hochschraubte. Netskope wäre damit aber auch mehr Wert, als der vor knapp einem Jahr von Cisco für 293 Millionen Dollar gekaufte Konkurrent CloudLock.

Sich kaufen lassen will Sanjay Beri, Gründer und CEO von Netskope, einem Bericht von TechCrunch zufolge definitiv nicht. Demnach ist die aktuelle wahrscheinlich die letzte Finanzierungsrunde gewesen, nächste Station ist den Plänen von Beri zufolge der Börsengang. Ziel sei es von Anfang an gewesen, eine unabhängige Security-Fima zu werden und den IPO anzustreben. Damit unterscheiden sich die Pläne dann doch von denen vieler anderer Firmen aus dem Silicon Valley, die sich mit einem sehr spitz ausgerichteten Angebot mehr oder weniger aufplustern, um dann für einen möglichst hohen Betrag von einem IT-Giganten übernommen zu werden, der die Innovation in ihrem Marktsegment verpasst hat.

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Netskope-Gründer Sanjay Beri war früher bei Juniper Networks beschäftigt, zahlreiche seiner Management-Kollegen kommen von Firmen wie Palo Alto Networks und McAfee. Sie haben zusammen relativ früh erkannt, dass die zunehmende Cloud-Nutzung von unterschiedlichen Geräten aus und mittels unterschiedlicher Apps erhebliche Sicherheitsprobleme aufwirft. Zu den Kunden von Netskope zählen derzeit unter anderem Unternehmen wie Toyota, Nvidia, Levi’s und Intercontinental Hotels. Das Start-up nimmt für sich rund hundert Patente in Anspruch.

Strebt mit seiner Firma den IPO an: Netskope-Gründer Sanjay Beri (Screenshot: silicon.de bei Youtube)
Strebt mit seiner Firma den IPO an: Netskope-Gründer Sanjay Beri (Screenshot: silicon.de bei Youtube)

Damit sieht es sich offenbar gut gerüstet, um auch im Wettbewerb mit großen, etablierten Firmen zu bestehen. Zu denen zählen neben Cisco auch IBM und Symantec. Letzteres hatte sich durch die Übernahme von BlueCoat und der wiederum von diesem zuvor erworbenen Technologie von Elastica in das Segment eingekauft. Größter, organisch gewachsener Spezialist und Mitbewerber von Netskope ist Skyhigh Networks. Daneben sind auch Imperva und Palo Alto Networks diesbezüglich aktiv. Die Deutsche Telekom hatte sich schon 2014 an CipherCloud beteiligt. Dessen Produkt nutzt der Konzern auch selber, etwa um den Zugriff seiner Kunden auf die bei ihm laufenden Installationen von Microsoft Office 365 abzusichern.

In einem kurzen Video bei Youtube erklärt Netskope seinen Ansatz.

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