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Dienstag, 9. Februar 2010 | 15:18 Uhr
Seitenblicke
Web

Rupert Murdoch sagt Google den Kampf an

Sibylle Gassner
|
Dienstag, 10. November 2009, 14:23 Uhr

Der australische Medienmogul Rupert Murdoch will die Internetseiten seiner Medien für Google und Co sperren. Er erwäge eine vollständige Blockade von Suchmaschinen für einen bedeutenden Teil der eigenen Webseiten, sagte Murdoch in einem Interview mit dem Fernsehsender Sky News Australia. Zu Murdochs Medienimperium gehört unter anderem das Wall Street Journal und die britische Times.

"Das sind Leute, die einfach alles aufsammeln und unsere Geschichten klauen", beklagte sich Murdoch. Damit kritisierte er vor allem Google, nannte aber auch Microsoft oder Ask.com. Erst vor kurzem hatte Murdoch angekündigt, journalistische Inhalte im Internet nur noch gegen Bezahlung anzubieten.

Die Suchmaschinen sorgten zwar dafür, dass mehr Leute auf die jeweiligen Seiten klickten, loyale Leser würden dadurch aber nicht gewonnen. "Wir wollen lieber weniger Nutzer, aber dann solche, die bezahlen", sagte der Chef des weltweit viertgrößten Medienkonzerns.

Nutzer hätten journalistische Inhalte im Internet seiner Ansicht nach nie kostenlos bekommen dürfen. "Wenn sie es lesen wollen, sollen sie auch dafür bezahlen - für Zeitungen zahlen sie ja schließlich auch", sagte er. "Es kostet uns sehr viel Geld, gute Zeitungen und gute Inhalte zusammen zu stellen." Allein über Werbeeinnahmen im Internet sei das nicht zu finanzieren.

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