Puma verbannt dank KI Fälschungen aus Online-Handel

Durch Anti-Fraud-KI-Plattform erkennt Puma 760.000 Produktfälschungen im Wert von über einer halben Milliarde US-Dollar.

Puma nutzt bei der Bekämpfung von Online-Betrug und Produktimitaten auf KI. Ziel des deutschen Sportartikelherstellers ist es, insbesondere den Online-Verkauf von Produktfälschungen zu unterbinden. So wurden in einem Zeitraum von 16 Monaten Fälschungen im Wert von über 500 Millionen US-Dollar von Marktplätzen, Social-Media-Plattformen, Websites und Suchmaschinen entfernt. 
 
Mit Technologie gegen Betrug

Daran beteiligt war die KI-basierte Plattform Red Points. Die Software scannt das Internet, um rechtsverletzende Einträge, URLs und soziale Konten zu erfassen und automatisch deren Löschung zu verlangen. Neben Puma setzen insgesamt rund 1.200 weitere Marken – darunter Hugo Boss, Fila, 100 %, Burton oder Hyperice –  diese Technologie mit Erfolg ein. Ihr Hauptanliegen: Kunden vor Online-Betrug zu beschützen und Markenwerte und Kultur, die in jedem Produkt enthalten sind, zu bewahren. Auf diese Weise unterbinden diese Marken Umsatzverluste, die andernfalls an böswillige Akteure verlorengehen, und können ihren Ruf als Unternehmen bewahren – wie im Fall von Puma. 

Puma setzt Red Points weltweit ein

Der weltweite E-Commerce-Boom, der durch die Corona-Pandemie weiter vorangetrieben wurde, verleiht dem Kampf gegen Online-Betrug eine Komplexität, die der Mensch allein nicht mehr überblicken kann. Eine weitere Herausforderung sind Betrüger, die zunehmend anonym agieren. Durch die KI ist Puma selbst Betrügern in jenen Märkten einen Schritt voraus, die sich durch Dutzende von Marktplätzen und Shopping-Plattformen auszeichnen, in denen sich Produktfälschungen neben Originalerzeugnissen gut „verstecken“ lassen und deshalb besonders schwer zu finden sind. Zu diesen Märkten zählt zum Beispiel Südost-Asien, wo Millionen von Verbrauchern insbesondere bei beliebten Shopping-Platttformen wie etwa Shopee, Tokopedia und Lazada einkaufen.

Social Media anfällig für Markenmissbrauch

„Wir haben festgestellt, dass vor allem hochdynamische Social-Media-Plattformen wie TikTok ein immenses Potenzial für Markenmissbrauch bergen. Dort versuchen Betrüger verstärkt, Puma-Kunden mit Videos auf gefälschten Landingpages in die Falle zu locken. Wer sich vor diesem Missbrauch nicht schützt, riskiert nicht nur enorme Umsatzeinbußen, sondern setzt vielmehr ureigenste Markenwerte aufs Spiel“, sagt Wei Zhang, Senior Counsel Brand Protection bei Puma.