Cyberangriffe – Grund Nummer eins für Geschäftsausfälle

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Daten sind heute „das neue Gold“. Unternehmen können daraus wertvolles Wissen extrahieren, um die eigene Effizienz zu steigern, wettbewerbsfähiger zu werden und sogar die Erfahrungen ihrer Kunden und Mitarbeiter zu verbessern.

Um darüber und über die besten Strategien gegen Datenverlust und unbefugten Zugriff zu diskutieren, lud NetMedia zum Webinar „Datensicherung: Vorstellung der Fakten und Trends für EMEA 2024“ ein. Im Rahmen der Veranstaltung gab Marc Heuser, Senior Systems Engineer beim Security-Unternehmen Veeam®, Einblick in eine großangelegte und brandaktuelle Studie und gab praktische Tipps.

 

Steigende Bedrohung durch Cyberangriffe

Die jüngste Veröffentlichung des Reports “Data Protection Trends 2024” von Veeam verdeutlicht die steigende Bedrohung durch Cyberangriffe für Unternehmen weltweit. Die gute Nachricht dabei: Laut der Umfrage planen bis zu 92 Prozent der befragten Firmen, ihre Ausgaben für Datensicherheit in diesem Jahr zu erhöhen, um besser gegen Ransomware und andere Cyberbedrohungen gewappnet zu sein.

Denn aktuell sehen sich IT-Führungskräfte unzureichend gegen Bedrohungen geschützt. Außerdem sind diese besorgt über ihre (mangelnde) Fähigkeit, im Falle eines Angriffs geschäftskritische Daten wiederherzustellen. Laut Studie glauben nur wenige, dass sie selbst kleine Vorfälle in weniger als einer Woche bewältigen können. Besorgniserregend ist die Erkenntnis, dass Cyberangriffe die Hauptursache für Geschäftsausfälle bleiben.

Ein wichtiges Problem beim Datenschutz sei, dass „durch die aktuelle Bedrohungslage das, was Jahre zuvor als sicher galt, inzwischen meistens überholt ist“, betont Heuser.

Auf der anderen Seite sind Hacker immer professioneller geworden. Früher hatten Hacker begrenzte Mittel und Wissen, um Unternehmen anzugreifen. Heutzutage sieht es anders aus: „Heute sind sie technisch in der Lage, zu überlegen, wie und wo sie am meisten schaden können, und sie greifen viel gezielter an“, so der Experte.

Das Thema Datensicherheit ist Marc Heusers Tagesgeschäft. Durch seine Erfahrung bei der Kundenberatung und bei Installationen in anspruchsvollen Umgebungen weißt genau, dass bei der aktuellen Bedrohungslage das Thema Backup & Recovery wichtiger denn je ist.

Ransomware an der Tagesordnung

Ransomware ist ein lukratives Geschäft und bleibt eine ernste Bedrohung. Laut der Veeam-Umfrage erlitten zirka 70 Prozent der befragten Unternehmen in den letzten 12 Monaten mindestens einen Angriff dieser Art, etliche davon sogar mehrfach: 26 Prozent der Befragten berichteten von mindestens vier Vorfällen innerhalb eines Jahres.

Laut dem Veeam-Report bleibt die erfolgreiche Wiederherstellung nach einem Cyberangriff ein herausforderndes Unterfangen: Nur 13 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie in einer Disaster-Recovery-Situation erfolgreich wiederherstellen könnten.

Der Schutz vor Cyberbedrohungen wird als einer der größten Hindernisse für IT-Modernisierungs- und Transformationsinitiativen genannt, was die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Cyber-Wachsamkeit unterstreicht. Marc Heuser hebt die Notwendigkeit moderner Backup-Strategien hervor, insbesondere angesichts hybrider Produktionsarchitekturen und der zunehmenden Nutzung von Containern. „Unternehmen müssen ihre Datensicherungslösungen aktualisieren, um den Schutz von Cloud-basierten Workloads zu gewährleisten und die Auswirkungen von Cyberangriffen zu minimieren“.

Notwendigkeit moderner Backup-& Recovery-Strategien

Die Ergebnisse des Reports zeigen, dass bei der Datenwiederherstellung dringenden Handlungsbedarf besteht. Denn immer noch nutzen viele der Unternehmen manuelle Prozesse, um ihre Daten nach einem Ausfall wiederherzustellen. „Unternehmen müssen sich im Vorfeld einen Plan überlegen, wie sie im Notfall agieren müssen. Nach einem Angriff ist Zeit einfach Geld und niemand kann sich längere Ausfällen leisten, Stichwort Business Continuity“, appelliert Heuser.

Der Experte legt Unternehmen die 3-2-1-Regel für Datenwiederherstellung ans Herz: „dass mindestens drei Kopien wichtiger Daten auf mindestens zwei verschiedenen Datenträgern vorhanden sein sollten, wobei mindestens eine dieser Kopien außer Haus sein sollte“, so Marc Heuser.

Positiv sei, laut der Umfrage, dass die Budgets für Datensicherheit weiter steigen werden. Denn Unternehmen haben die Notwendigkeit, sich gegen die wachsende Bedrohung durch Cyberangriffe zu rüsten, erkannt. Wichtig sei die Integration von Cybersicherheitstools in moderne Datensicherungslösungen, ebenso wie die verstärkte Nutzung von Cloud-basierten Disaster-Recovery-Lösungen.

Fazit

Bei der derzeitigen Bedrohungslage kann niemanden verhindern, dass Angriffe stattfinden. Moderne Lösungen minimieren jedoch das Risiko, Datenverlust zu erleiden, und sorgen nach Angriffen für eine effektive und unkomplizierte Wiederherstellung.

Der Report verdeutlicht die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes für die Datensicherung, um Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber den anhaltenden Cyberbedrohungen zu machen und um die Business Continuity zu gewährleisten. Denn die Frage ist nicht, ob wir angegriffen werden, sondern einfach nur wann.