Sun entlässt wieder und hat einen Plan

Management

Nach monatelanger Selbstanalyse kommt Sun Microsystems zu dem Ergebnis, das Geschäft könnte mit neuen Wegen besser laufen. Die Benachteiligten sind wie so oft die Mitarbeiter. Von Ihnen müssen bis zu 5000 gehen.


Die geplanten Entlassungen sollen in den kommenden sechs Monaten stattfinden. Von einer Personalreduzierung von 11 bis 13 Prozent ist die Rede. Welche Abteilungen es besosnders treffen wird, sagte der Hersteller nicht. Außerdem plant Sun die Schließung zweier Kampusse in den USA.

CEO Jonathan Schwartz und Finanzchef Michael Lehman wollen durch Kosteneinsparungen zwischen 480 Millionen und 590 Millionen Dollar bis zum vierten Quartal 2007 um 4 Prozent und langfristig um 10 Prozent wachsen. Dafür reichen die Stellenstreichungen aber noch nicht aus.

Der Wachstumsplan sieht ferner vor, mehr in das Kerngeschäft zu investieren, die Absatzkanäle zu restrukturieren und dabei auch von Synergien zu profitieren, die die Übernahmen in der jüngeren Vergangenheit mit sich gebracht haben. Außerdem sollen Services automatisiert werden und Forschung sowie Fntwicklung wieder weiter oben auf der Budget-Liste stehen. 

“Derzeit leigt der Fokus ganz klar auf dem Kerngeschäft und den Channel-Programmen”, sagte Schwartz. Man habe das Portfolio in der Vergangenheit viel überarbeitet und sich auf die Fortentwicklung der Netzwerktechnik konzentriert.

Die Umorientierung ist nicht nur eine Laune des neuen Chefs Schwartz, der den Posten im April dieses Jahres von seinem langjährigen Vorgänger Scott McNealy übernommen und seither bereits einige wichtige Stellen neu besetzt hat, darunter eine Reihe von Vice Presidents in den Abteilungen Software, Storage und Systems.

Der Abschlussbericht des dritten Quartals 2006 war alles andere als berauschend gewesen. 217 Millionen Dollar Verlust hieß es am Ende und für das Finale des Geschäftsjahres hat Schwartz keine Besserung angekündigt. Im Gegenteil. Bis zu 500 Millionen Dollar werde die Restrukturierung kosten. Das meiste davon werde sich in den Zahlen am 30 Juni dieses Jahres niederschlagen.