Adobe kauft webbasierte Textverarbeitung

EnterpriseProjekteSoftwareSoftware-Hersteller

Während der heute beginnenden Entwicklerkonferenz ‘Max 2007’ will Adobe den Kauf von Virtual Ubiquity und den damit verbundenen Einstieg in webbasierte Office-Anwendungen bekannt geben.

Virtual Ubiquity hat als Start-up die webbasierte Textverarbeitung Buzzword entwickelt, mit der Adobe seine vorhandenen Online-Services Adobe Connect und Create PDF erweitern will. Damit tritt das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu Microsoft und anderen Anbietern webbasierter Anwendungen wie Google.

Buzzword basiert bereits auf der Adobe integrated Runtime (AIR), mit der Web-Anwendungen auch offline genutzt werden können. Analog zum PDF-Dateiformat bietet Buzzword die Möglichkeit einer exakten Druckansicht während der Bearbeitung eines Dokumentes. Genau darauf liegt bei Adobe der Fokus für Online-Zusammenarbeit mit Dokumenten, erklärte Erik Larson, Direktor für Marketing und Produktmanagement bei Adobe.

Es wird erwartet, das Adobe auf der Max 2007 auch einen Online-Service mit dem Codenamen ‘Share’ vorstellen wird. Share befindet sich noch in der Testphase und soll den Anwendern 1 GByte kostenlosen Speicherplatz für Dokumente bieten, die dann Online mit anderen geteilt oder auch in Webseiten eingebunden werden können.

Bereits im August waren die ersten Vermutungen über einen Einstieg Adobes in die Welt der webbasierten Office-Anwendungen laut geworden. Nach eigenen Angaben will Adobe aber nicht versuchen, Office-Anwendungen zu ersetzen. Vielmehr wolle sich das Unternehmen auf den Aspekt der Online-Zusammenarbeit konzentrieren. “Allgemein gibt es eine Arbeitswelt eine deutliche Akzeptanz für neue Anwendungen und andere Formen des Arbeitens”, sagte Larsen.