CeBIT-Chef Pörschmann geht

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Kostenexplosion und Besucherrückgang: Frank Pörschmann, CeBIT-Chef der Deutschen Messe AG muss auf Drängen des Aufsichtsrates seinen Hut nehmen.

Frank Poerschmann, nach 13 im Amt, tritt als Chef der CeBIT Ende April zurück. Quelle: Deutsche Messe AG
Frank Poerschmann, nach 13 im Amt, tritt als Chef der CeBIT Ende April zurück. Quelle: Deutsche Messe AG

Die CeBIT bekommt einen neuen Chef. Frank Pörschmann, der bislang den Abwärtstrend der weltgrößten IT-Messe nicht nennenswert stoppen konnte, muss auf Drängen des Aufsichtsrates hin seinen Stuhl räumen. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Inzwischen wurde diese Nachricht von der dpa unter Berufung auf Unternehmenskreise bestätigt.

Offenbar ist Pörschmann jetzt über eine Kostenexplosion beim Bau einer neuen Multifunktionsarena gestolpert. Die HAZ berichtet, dass der Bau der betreffenden Halle um 18 Millionen Euro teuer wird als geplant. Damit werde die ursprüngliche Planung um knapp 50 Prozent überschritten.

Prörschmann soll bereits nach knapp 13 Monaten nun mit Ende April den Chefposten räumen. Im Vorstand verantwortet Pörschmann auch die Geländeplanung der CeBIT. Eine offizielle Stellungnahme der Deutschen Messe gibt es bislang nicht.

Das verteuerte Bauprojekt dürfte allerdings nicht alleine den Ausschlag für den Wechsel an der Spitze der CeBIT geliefert haben. Unter Pörschmanns Führung sackten die Besucherzahlen zum ersten Mal in unter die psychologisch wichtige Marke von 300.000. Seit 1. April 2012 war Pörschmann in den Vorstand der Deutschen Messe aufgerückt.

Jetzt soll dem Bericht zufolge Oliver Frese, der derzeit Geschäftsbereichsleiter der Hannover Messe ist, auf Pörschmann nachfolgen.

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