Flash Player: Adobe patcht Zero-Day-Lücke

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Version 16.0.0.305 des Flash Players soll Nutzer vor Angriffen mit manipulierten Anzeigen schützen. Die Zero-Day-Lücke entdeckten Sicherheitsforscher Anfang der Woche. Ab sofort steht der Patch für Windows und OS X zum Download bereit.

Adobe hat eine Zero-Day-Lücke im Flash Player geschlossen. Cyberkriminelle konnten die Sicherheitslücke ausnutzen, um Angriffe mit manipulierten Anzeigen auszuführen. Betroffen sind sämtliche Versionen von Flash Player. Ab sofort steht Version 16.0.0.305 für Windows und OS X zum Download bereit. Adobe verteilt die Aktualisierung auch über die Auto-Update-Funktion.

Mit der Schwachstelle konnten Angreifer Schadcode über manipulierte Anzeigen einschleusen und auf diese Weise ein betroffenes System übernehmen. Die Angriffe richteten sich vor allem auf Internet Explorer und Firefox unter Windows. Ein Besuch einer speziell präparierten Website mit einem der beiden Browser genügt, damit sich die Schadsoftware automatisch und im Hintergrund als Drive-by-Download auf Rechner installiert.

Elia Florio und Dave Westeon von Microsoft sowie Peter Pi, Threat Analyst bei Trend Micro, haben die Zero-Day-Lücke Anfang der Woche entdeckt. “Unseren Daten zufolge wurden Besucher der beliebten Site Dailymotion.com zu mehreren Sites umgeleitet, die möglicherweise zu der URL ‘hxxp://www.retilio.com/skillt.swf’ führten, wo der eigentliche Exploit gehostet wurde. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Infektion automatisch geschieht, da Anzeigen so gestaltet sind, dass sie geladen werden, sobald ein Nutzer eine Seite besucht”, schreibt Pi im Trend-Micro-Blog.

Die Angriffe seien nicht auf Dailymotion beschränkt gewesen, glaubt Pi. Die Anzeigen hatte nämlich eine Werbeplattform geschalten. Demnach begann die Angriffswelle am 14. Januar und hatte am 27. Januar ihren Höhepunkt. Die meisten Opfer stammten aus den USA. Aktuell verteilt sich keine Malware mehr für die Flash-Lücke.

Da sich die Verwendung von Flash Player nicht völlig vermeiden lässt, sollte das Internet-Plug-in so eingestellt werden, dass vor seiner Aktivierung eine Zustimmung erforderlich ist.

Adobe Flash Player: Ausführung nur nach Zustimmung (Screenshot: ZDNet.de)
Nutzer sollten Flash Player so einstellen, dass sie der Aktivierung des Plug-ins zustimmen müssen. (Screenshot: ZDNet.de)

[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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