Deutschland sicher im Netz und FireEye koopieren

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Mehr Bewusstsein für Cybersicherheit wollen der Verein Deutschland sicher im Netz und der US-Sicherheitshersteller FireEye schaffen – bei Verbrauchern aber auch bei Unternehmen.

Ereignet sich in einem deutschen Unternehmen ein Sicherheitsvorfall, dann ist es durchaus wahrscheinlich, dass der von dem Unternehmen überhaupt nicht bemerkt wird. Wie Frank Kölmel, Vice President Central & Eastern Europe bei FireEye im Gespräch mit silicon.de erklärt, sind aber 90 Prozent der deutschen Unternehmen schon einmal von Cyber-Kriminellen angegriffen worden.

“Was uns aber in Deutschland fehlt ist eine Kultur bei den Unternehmen, über diese Angriffe zu sprechen”, so Kölmel weiter. “Niemand gibt gerne zu, oder spricht öffentlich darüber, dass man erfolgreich angegriffen wurde.” Anders als in den USA gebe es hierzulande auch keine Meldepflicht in solchen Fällen. Die Folge ist, dass sich viele Unternehmen in einer falschen Sicherheit wiegen.

Unternehmen halten zwar in vielen Fällen ihre Software aktuell, verfügen aber nur in etwa einem Drittel aller Fälle über einen Notfallplan. (Bild: DsiN)
Unternehmen halten zwar in vielen Fällen ihre Software aktuell, verfügen aber nur in etwa einem Drittel aller Fälle über einen Notfallplan. (Bild: DsiN)

Und mit der neuen Initiative, die FireEye und Deutschland sicher im Netz e.V. jetzt anstoßen, soll das geändert werden. In der Zusammenarbeit soll über Aktivitäten und Service-Angebote des Vereins das Bewusstsein für Cybersicherheit bei Verbrauchern und in Unternehmen in Deutschland gefördert werden. FireEye hingegen werde diese Initiative mit Expertise und Know-how verstärken.

FireEye wird unter anderem DsiN bei der Verbreitung der Verbraucher-App für Bürger und Kleinunternehmen unterstützen: der Sicherheitsbarometer (SiBA) informiert über aktuellen Risiken im Internet und stellt dazu passenden Sicherheitstipps über Push-Nachrichten auf dem Smartphone bereit. Darüber hinaus wird sich FireEye bei Aufklärungsinitiativen mit IHKs und DIHK sowie bei der Bekämpfung von Social Engineering am Arbeitsplatz beteiligen.

Der Verein “Deutschland sicher im Netz” versteht sich als zentraler und herstellerübergreifender Ansprechpartner für Verbraucher und Mittelständler, in dem sich Unternehmen wie Facebook, Microsoft, Google, PayPay, SAP oder Ebay, Vereine und Verbände wie etwa BITKOM oder eco engagieren.

Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern will der Verein das Bewusstsein für den sicheren Umgang mit Internet und IT fördern und einen praktischen und messbaren Beitrag für mehr IT-Sicherheit leisten. Dafür leiste der Verein konkrete Handlungsversprechen.

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