Informatica will deutschen Mittelstand digitalisieren

Die Digitalisierung stellt auch den Mittelstand vor neue Herausforderungen. “Eines der großen Probleme etwa im Bereich IoT ist das Reverse Engineering”, kommentiert Oliver Schröder, neuer Geschäftsführer EMEA Central beim Datenmanagement-Spezialisten Informatica. Vielfach sei nicht klar, welche Daten relevant sind.

Anwender stehen Schröder zufolge zudem vor dem Problem, dass Daten häufig in ganz unterschiedlichen Formaten auftreten. “Dazu muss man zunächst einen Abstraktions-Layer aufbauen und das kann ein kleineres Unternehmen ausbremsen”, so Schröder im Gespräch mit silicon.de.

Und genau da will Schröder ansetzen. Informatica hatte sich bislang stark auf große Anwenderunternehmen mit Umsätzen ab 10 Milliarden Euro konzentriert. Der 1993 gegründete Anbieter hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Daten aus der “applikatorischen Logik” zu abstrahieren und frei verfügbar zu machen, erklärt Schröder. Dafür bietet das Unternehmen einen integrierten Technologie-Stack unter anderem für Datenintegration sowie Projekte im Umfeld von Big Data, Cloud Data, Master Data oder Data Security an.

“Ich sehe neue Chancen, indem wir den Mittelstand adressieren”, so Schröder weiter. Eine frische Partnerschaft mit dem Distributor Tech Data soll diesen neuen Fokus nun möglich machen. “Mit unserer bestehenden Mannschaft von knapp 300 Mitarbeitern in Deutschland war das bislang kaum möglich.”

Schröder will daher Informatica in der Region auch personell verstärken. Die Niederlassung sei angesichts der Unternehmensgröße von weltweit rund 3300 Mitarbeitern ohnehin schon gut repräsentiert.

Schröder folgt zum 31. Mai 2017 auf Dirk Häußermann, der laut Branchenkreisen zu SAP in den Bereich HANA wechselt und der silicon.de-Lesern auch als Blogger bekannt ist. Der Wirtschaftsinformatiker Schröder ist seit 2013 bei Informatica und verantwortete zuletzt den stark wachsenden Bereich Master Data Management in EMEA und Lateinamerika.