Markus Nispel

ist als VP Solutions Architecture von Extreme Networks der Experte für strategische Netzwerkthemen.

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Das Netzwerk als Asset – Vorwärts in Richtung Analytics und Business Intelligence

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Netzwerke werden meist eher stiefmütterlich beachtet. Auf die Idee, dass man über den Daten-Traffic auch Analytics und Business Intelligence fahren kann, bringt uns heute Markus Nispel in seinem aktuellen Blog für silicon.de. Und er zählt auch zahlreiche Beispiele auf, in denen sich solche Analysen für die Wertschöpfung im Unternehmen nutzen lassen können.

In meinem letzten silicon.de-Blog über Application Visibility und Kontrolle nannte ich die Analyse des Datenverkehrs, um daraus neue Schlüsse über das Nutzerverhalten zu ziehen, als eine überaus interessante Einsatzmöglichkeit für diese Technologie. Für Unternehmen ergeben sich hieraus enorme Wertschöpfungspotenziale. Dies gilt vor allem, wenn man die Datenströme des Netzwerks mit zusätzlichen Informationen über Server, Systeme, Nutzer, Rollen, Geräte(typ) und den Standort zusammenbringt, die ebenfalls durch das Netz (via Network Access Control) ermittelt werden. Das Netzwerk wird so die Quelle einer neuen Big Data-Anwendung: Analytics und Business Intelligence durch die Netzwerkinfrastruktur. Auf diese Weise entwickeln sich die IT und das Netzwerk von Kostenstellen zu einem Motor für den Geschäftserfolg. Aber wie kann dies gelingen? Hier ein paar denkbare Beispiele:

–          Bei Veranstaltungen in Stadien oder Messehallen sowie bei der Bereitstellung von Internet-Zugang im Allgemeinen (in Hotels, Shops etc.) erhält man Einblick in Nutzung und Verhalten von Kunden, wodurch das Netzwerk zum Gewinntreiber werden kann: Wie erreiche ich meine Kunden, was bewegt und interessiert sie?

–          Die Performance von Applikationen kann durch entsprechende Policies maximiert und Mitarbeiterzufriedenheit gefördert werden –  mit einer erhöhten  Effizienz als Resultat. Welcher Mitarbeiter hat wann und in welchem Umfang Zugriff auf was? Was ist notwendig, sinnvoll oder motivierend?

–          Man erhält Einblick in den tatsächlichen Einsatz von Geschäftsanwendungen: Welche Programme werden intensiv genutzt und welche werden von den Mitarbeitern ignoriert?

–          Die Netzwerkressourcen lassen sich  für die Applikationen optimieren: Reicht meine Bandbreite, auch wenn x Nutzer gleichzeitig auf mein Netzwerk zugreifen?

–          Die Verantwortlichen sind in der Lage, besonders innovative Mitarbeiter durch ihr Nutzungsprofil zu identifizieren: Wer engagiert sich besonders und sollte weiter gefördert werden?

Diese Szenarien sind nur der Anfang. Die Möglichkeit, aus Daten aus der Netzwerkinfrastruktur Wissen zu machen, ist ein Wettbewerbsvorsprung und wird zu neuen Arten von Netzwerken und deren Einsatz führen, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können. Darauf freue ich mich. Ebenso auf Ihre Kommentare und Ideen, was mit dem Netzwerk und durch die von ihm generierten Daten gemacht werden kann –  jenseits von einer einfacher Verbindung von Systemen und Nutzern.