Outsourcing-Modelle zwischen Kostendenken und Flexibilität

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Vielfalt im Outsourcing-Markt nimmt zu und wird von Anwendern geschätzt. Neue Outsourcing-Varianten bringen auch neue Wettbewerber auf den Plan und sorgen in Deutschland für stetiges Wachstum. Immer häufiger sind zudem flexible Verträge mit kurzen Laufzeiten anzutreffen.

Der Stellenwert von Outsourcing hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich erhöht und wird weiterhin an Bedeutung gewinnen. Neben der Auslagerung der Informationstechnologie beziehungsweise maßgeblicher Teile der IT gewinnt auch das Outsourcing von Geschäftsprozessen zunehmend an Bedeutung. Zudem hat sich das klassische Outsourcing-Modell kontinuierlich weiterentwickelt und bietet den Anwendern heutzutage die Möglichkeit, eine sehr viel differenziertere Sourcingstrategie zu verfolgen. Das Erzielen von Kosteneinsparungen und eine größere Flexibilität stehen bei allen Bemühungen dabei im Vordergrund.

Die Anzahl der Sourcing-Optionen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Waren vor 10 Jahren in der Regel ‘Alles-oder-Nichts-Varianten’ mit langen Laufzeiten zu Fixpreisen an der Tagesordnung, so treten heute flexiblere Modelle mit zumeist kürzeren Laufzeiten und transparenten und leistungsabhängigen Preisen stärker in Erscheinung.

Dennoch bleibt zunächst das klassische Outsourcing noch immer das favorisierte Modell in Deutschland, stellt die Experton Group in ihrer aktuellen Outsourcinganalyse 2008 fest. Alternative Sourcingmodelle, wie Utility-Option wollen aber immerhin 25 Prozent der befragten Unternehmen als Alternative oder als Ergänzung zum klassischen Outsourcing oder gar als Einstieg in die Outsourcingwelt in den kommenden zwei bis vier Jahren umsetzen. Insbesondere der Mittelstand signalisiert hier deutliches Interesse, stellen die Marktforscher fest.

Bei den Leistungen im Bereich Applikationen werden Web-Anwendungen und Portale, ERP, Messaging, branchenspezifische Kernanwendungen, Help Desk, BI sowie CRM am häufigsten ausgelagert. Im Bereich Infrastruktur geben die befragten Unternehmen Leistungen in einer außerordentlichen Bandbreite in die Hände von Dritten. Hierzu zählen Server, Desktops, Netzwerke ebenso wie Betrieb oder Wartung von Storage, Datenbanksystemen, Web Application Servern und File-Services. IT-Security-Outsourcing Services haben sich sichtbar etabliert. Das Auslagern von IT-Security Themen wird in der Regel eher von kleineren und mittleren Unternehmen stärker nachgefragt als von großen Unternehmen, denn den KMUs fehlen in der Regel personellen und organisatorischen Ressourcen. Das Auslagern von Geschäftsprozessen und -funktionen ist in einem großen Teil der befragten Unternehmen bereits gängige Praxis, am häufigsten im Personalwesen und im Finanzwesen. Andere ausgelagerte Bereiche sind branchenspezifische Geschäftsprozesse, Output Services und Beschaffungswesen.

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