Konjunkturprogramme: Siemens rechnet mit Milliarden-Aufträgen

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In den kommenden drei Geschäftsjahren will Siemens Milliarden-Aufträge aus den staatlichen Konjunkturpaketen an Land ziehen. Das Unternehmen rechne mit Bestellungen in Höhe von rund 15 Milliarden Euro, hieß es am Montag aus der Konzernzentrale in München.

Von den weltweit zwei Billionen Euro, die für staatliche Konjunkturprogramme locker gemacht wurden, entfielen 700 Milliarden Euro auf Infrastrukturinvestitionen, rechnet Siemens vor. Das Volumen, um das sich Siemens mit seinen Produkten bemühen könne, betrage 150 Milliarden Euro.

“Gemessen am durchschnittlichen Siemens-Weltmarktanteil ergibt sich für das Unternehmen rechnerisch ein potenzielles Auftragsvolumen von insgesamt circa 15 Milliarden Euro, wovon sechs Milliarden Euro auf Umwelttechnik entfallen”, hieß es. Zu den grünen Produkten zählt Siemens etwa Energiesparlampen der Tochter Osram, effiziente Gasturbinen für Kraftwerke oder auch den Hochgeschwindigkeitszug Velaro.

Das Ziel, im Geschäftsjahr 2011 mit dem gesamten Umweltportfolio 25 Milliarden Euro umzusetzen, bleibt bestehen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Siemens in diesem Bereich nach eigenen Angaben 19 Milliarden Euro.

Der teilweise starke Rückgang der privaten Nachfrage werde durch staatliche Maßnahmen zumindest abgefedert. “Dies sollte auch eine stabilisierende Wirkung auf das Siemens-Geschäft haben”, erklärte Vorstandschef Peter Löscher. Die größten Chancen auf nennenswerte Bestellungen sieht Siemens dabei in den USA, China und mit Abstand in Deutschland.