Nach Lebertransplantation: “Exzellente Prognose” für Steve Jobs

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Das Gerücht war vor wenigen Tagen durchgesickert – jetzt hat eine Klinik in Memphis, Tennessee, bestätigt, dass sich Steve Jobs einer Lebertransplantation unterzogen hat. Chefarzt James Eason erklärte auf der Website des Methodist University Hospital, Jobs habe eine “exzellente Prognose”.

Wann genau die Operation stattgefunden hat, geht aus der Mitteilung der Universitätsklinik nicht hervor. Jobs habe das Spenderorgan erhalten, da er von allen Menschen auf der Warteliste die Operation am dringendsten benötigt hatte. Sein Status habe bei der Entscheidung gemäß den Regeln der Klinik keine Rolle gespielt.

Das Krankenhaus bestätigte damit entsprechende Berichte des Wall Street Journal, ausdrücklich mit der Genehmigung von Steve Jobs selbst. Apple-Sprecher John Dowling hatte bereits vor wenigen Tagen gesagt, Jobs bereite sich darauf vor, Ende Juni wieder die Führung des Unternehmens zu übernehmen. Diese hatte er vorübergehend an Tim Cook abgegeben.

Tatsächlich wurde Jobs bereits am Montag beim Verlassen der Apple-Geschäftszentrale in Cupertino gesichtet – gekleidet in seinen Markenzeichen, einem schwarzen Rolli und Jeans. Der 54-jährige Jobs hatte sich im Januar krankheitsbedingt für ein halbes Jahr von der Konzernführung zurückgezogen. Seine gesundheitlichen Probleme hatten sich als komplexer erwiesen als ursprünglich gedacht, hieß es damals lediglich.

Jobs war 2004 an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Seitdem kursierten immer wieder Spekulationen über Jobs Gesundheitszustand. Zuletzt alarmierte sein starker Gewichtsverlust Ende vergangenen Jahres die Märkte. Jobs erklärte dies kurz vor seiner Freistellung mit Störungen in seinem Hormonhaushalt. Ob die Lebertransplantation in Zusammenhang mit Jobs früherer Erkrankung steht, ist unklar. Unter Krebsexperten gilt dies aber als wahrscheinlich.