Mit dem SLS eDrive will Mercedes an die Elektrospitze

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Mit Ihren Rückmeldungen und hohen Abrufzahlen haben Sie uns gezeigt, dass die Zukunft des Automobils auch für Sie, die Leser von silicon.de, sehr interessant ist. Nachdem wir Ihnen vor kurzem den Elektro-Porsche ‘eRuf Greenster’ präsentiert haben, wollen wir heute Ihr Augenmerk auf den ‘SLS eDrive’ von Mercedes-Benz lenken.

Neben dem neuen aber traditionell aufgebauten Flügeltürer SLS AMG mit einem 571-PS-V8-Motor will das Stuttgarter Unternehmen nämlich auch eine Elektroversion auf den Markt bringen. Unterfüttert wird das Projekt durch die zehn Prozent Anteil am Elektro-Pionier Tesla, das sich Mercedes unlängst gesichert hat.

Der SLS eDrive wird laut den ersten Entwürfen mit vier Elektromotoren bestückt werden, je einen pro Rad. Das Ergebnis sollen 392 kW beziehungsweise 533 PS sein, das sind gerade mal 38 PS weniger als im benzingetriebenen Modell.

Der Elektroflitzer lässt sein altmodisches Pendant in einer anderen Beziehung sogar alt aussehen: 880 Nm Gesamtdrehmoment soll er bringen – dem stehen 650 Newtonmeter des V8 gegenüber. Man darf also auf einen Gummiseil-Abzug hoffen mit voraussichtlich weniger als vier Sekunden bis zum Erreichen von 100 km/h. Dem eDrive steht das Drehmoment übrigens ab null Umdrehungen in der Minute zur Verfügung, der Verbrennungsmotor muss dafür auf 6.900 U/min hochdrehen.

Der eDrive schöpft seine Energie aus drei mittig angeordneten Batterien mit insgesamt 324 Lithium-Ionen-Akkus. Hier hat man sich im Vergleich zum Tesla Roadster deutlich weiter entwickelt: In dem kalifornischen Sportwagen sitzen über 6000 einzelne Zellen – uns sorgen laufend für Verdruss. Daimler-Benz dagegen hat zusammen mit dem Energiekonzern Evonik eine eigene Lithium-Ionen-Batterien entwickelt. Aufgeladen werden sollen sie im SLS eDrive durch ein Energierückgewinnungssystem beim Bremsen, ganz ähnlich den heutigen Hybridmodellen am Markt.