Kulturpreis für deutsche Hacker

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“Repair – sind wir noch zu retten?” – fragt das diesjährige Kunst- und Technologie-Festival Ars Electronica in Linz (2. bis 11. September). Der Kulturpreis des Festivals ging an deutsche Hacker, die Preisverleihung wurde von einem Roboter co-moderiert.

Bereits am 3. September wurde der ‘Prix Ars Electronica’ vergeben: Die ‘Goldene Nica’ ist der griechische Siegesgöttin Nike nachempfunden und mit 10.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehört unter anderem Wikipedia.

In diesem Jahr erhielt der Chaos Computer Club (CCC) eine Goldene Nica. Darüber sei man stolz und glücklich, teilte der CCC mit. Kunst habe in der Arbeit der CCC-Community stets eine vitale Rolle gespielt. “Mit einem Computer kann man Kunst und Schönheit schaffen.”

Die Preisverleihung wurde von Asimo co-moderiert, einem “humanoiden” Roboter des japanischen Unternehmens Honda. Dieser zeigte sich über die Stadt mäßig begeistert: “Es ist sehr nett hier, aber ihr habt nicht viele Roboter”, witzelte er.

Nach Angaben der Veranstalter kamen bislang 70.000 Besucher zu 300 Veranstaltungen. 30 Techniker verlegten demnach 9 Kilometer Kabel, installierten insgesamt 180 Computer und Monitore, 50 Projektoren und 25 Flachbildschirme sowie 25 WLAN-Router. Bislang wurde über den 200-Mbit/s-Internetzugang eine Datenmenge von 1,1 Terabyte übertragen.

Neben den Ausstellungen, Konzerten und Performances stieß vor allem die ehemalige Linzer Tabakfabrik auf das Interesse des Publikums. Die Veranstalter erhielten die Erlaubnis, das gesamte Gelände der Tabakfabrik zu bespielen. Die Fabrik stehe symbolisch für das Motto der Veranstaltung, hieß es. “Die Fabrikanlage wurde Opfer der Globalisierung und soll nun als wertvolle Immobilie in zentraler Lage zur Keimzelle der Zukunft dieser Stadt werden.”