Cisco zieht sich aus VCE-Joint-Venture mit EMC zurück

E-GovernmentEnterpriseManagementRegulierungSoftware

EMC übernimmt die Mehrheit an VCE, einem Joint Venture mit dem Netzwerkausrüster Cisco. VCE hat sich auf Converged Infrastructure Produkte spezialisiert.

Lösungen für Convergente Infrastrukturen. VCE ist ab sofort eine EMC-Tochter. Quelle: VCE
Lösungen für konvergente Infrastrukturen. VCE ist ab sofort eine EMC-Tochter. Quelle: VCE

EMC gibt bekannt, dass es einen großen Teil von VCE von Cisco gekauft hat. EMC bekommt damit die Kontrolle über das Unternehmen. Cisco wird an dem gemeinsamen Joint Venture noch einen Anteil von 10 Prozent behalten. Die Übernahme soll in diesem Jahr abgeschlossen werden.

An der Struktur von VCE werde sich hingegen vorerst nichts ändern. Weiterhin werde das Unternehmen Produkte verkaufen, die Storage, Netwerktechnologien und Virtualsierungs-Lösungen von VMware, EMC und Cisco kombinieren. Auch der CEO Praveen Akkiraju sowie weitere Manager werden auf ihren Plätzen bleiben.

EMC wird zudem weitere in VCE investieren und darüber auch neue Geschäftsfelder erschließen, wie der EMC CEO und Chairman Joe Tucci in einer Mitteilung erklärte. Nachdem Cisco zum Beispiel mit dem Unified Computing System selbst Lösungen anbietet, die etwa in die Richtung der VCE-Produkte gehen, hat sich offenbar die Konkurrenzsituation negativ auf VCE ausgewirkt. Nun bekommt EMC mehr Freiräume, das Unternehmen zu führen.

In einem Blog erklärt VCE-CEO Akkiraju: “Wir wurden gegründet, um die traditionelle Silo-Infrastruktur des Marktes aufzubrechen, und für diese Mission war die ursprüngliche Struktur als Joint Venture sehr geeignet.” Jetzt allerdings sei es nötig technologisch und finanziell in einem anderen Umfelf zu agieren.

Allerdings will Tucci von Reibungen zwischen den Unternehmen nichts hören. Der Verkauf sei in enger Absprache mit Cisco erfolgt, erklärt der EMC-CEO. EMC gab die Übernahme zusammen mit den Zahlen für das dritte Quartal bekannt. Um 9 Prozent stieg der Umsatz auf rund 6 Milliarden Dollar. Allerdings bleiben die Gewinne von EMC mit 587 Millionen Dollar mehr oder weniger stabil. Zudem wird über Tuccis Rücktritt als CEO spekuliert. Der soll im Februar nächsten Jahres abgeschlossen sein. Allerdings scheint dieses Datum nicht in Stein gemeißelt zu sein.

Tucci könne früher abtreten oder auch noch eine Weile weiter machen bis ein geeigneter Nachfolger oder Nachfolgerin gefunden wurde. Neben der Forderung, VMware endgültig abzuspalten kochten auch Gerüchte, EMC soll an einer Übernahme von HP interessiert sein. Jedoch wurde vergangene Woche gemeldet, dass die Gespräche ergebnislos abgebrochen wurden. Nun hat EMC mit VCE ein weiteres Tochterunternehmen hinzubekommen.

 

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen