Ralf Ohlhausen

Ralf Ohlhausen ist Business Development Director beim Payment-Lösungsanbieter PPRO und Experte für elektronische Bezahlungssysteme.

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Asien – Boomtown für E-Commerce

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Welche Rolle spielt Asien zukünftig im globalen E-Commerce? Was heißt das für deutsche Online-Händler? Ralf Ohlhausen von dem Payment Spezialisten PPRO Group blick nach Asien und nennt die zentralen Trends und Zahlen für die Top 10 der asiatischen E-Commerce-Länder.

Mit Transaktionen im Wert von 770 Milliarden US-Dollar jährlich hat sich der Asien-Pazifik-Raum an die Spitze der größten E-Commerce-Regionen der Welt katapultiert. China, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Südkorea, Thailand und Vietnam: diese Länder stellen aktuell 86 Prozent aller E-Commerce-Umsätze des Asien-Pazifik-Raums.

Internet in China (Bild: Karen Roach/Shutterstock)
Internet in China (Bild: Karen Roach/Shutterstock)

Lässt man Ozeanien mit Australien und Neuseeland außen vor, steigt diese Ziffer sogar auf 90 Prozent an. Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt hier, und allein die asiatische Mittelschicht wird bis zum Jahr 2020 voraussichtlich auf über 1,7 Milliarden Menschen anwachsen. Dazu kommen eine zunehmende Verbreitung des Internet in den aktuell weniger entwickelten Ländern sowie eine stärkere Herausbildung individueller Präferenzen der Verbraucher.

Die Rolle der Verbraucher kann für das Wachstum des E-Commerce nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die jungen Konsumenten zwischen 18 und 24 Jahren zeichnen sich durch ein neues Konsumverhalten aus. Sie ziehen beispielsweise bargeldlose und damit elektronische Bezahlmethoden herkömmlichen Bezahlarten vor, kommunizieren vor allem online und vornehmlich auf Social-Media-Kanälen miteinander und mit Unternehmen.

Je reifer der Markt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Verbraucher Online-Einkäufe über alternative Bezahlmethoden begleichen. Aktuell ist beispielsweise in China mit 48 Prozent. die Bezahlung via E-Wallet die beliebteste Online-Payment-Methode In Schwellenländern wie Indien und Malaysia hingegen dominieren Barzahlungen (Nachnahme) mit jeweils 24 Prozent und 18 Prozent. Grundsätzlich lässt sich jedoch für ganz Asien ein Trend hin zu elektronischen Zahlmethoden feststellen.

Wie auf jedem Markt ist es auch in Asien für deutsche Online-Händler unerlässlich, nicht nur die potenziellen Verbraucher und ihr Kaufverhalten, sondern auch ihre bevorzugten Zahlungsmechanismen zu verstehen.

“Ein durchdachter Zahlarten-Mix ist eine wesentliche Voraussetzung, um in Asien – und überall in der Welt –  Erfolg zu haben. Aber welche Zahlarten sind die richtigen für die jeweilige Zielgruppe in unterschiedlichen Ländern? Dies herauszufinden, kann ein komplexes Unterfangen sein. Deshalb sollten Einzelhändler den fachkundigen Rat von Payment Service Providern, also Experten für den elektronischen Zahlungsverkehr, einholen. Auf diese Weise können sie die Herausforderungen dieses Marktes überwinden und das volle Potenzial Asiens ausschöpfen, um ihre Reichweite und Konversionsraten zu erhöhen.”

Der ausführliche E-Payments und E-Commerce-Report für die Region Asien-Pazifik, aufgeschlüsselt nach einzelnen Ländern, kann kostenlos bei PPRO heruntergeladen werden.