Ist Windows 7 schneller als seine Vorgänger?

BetriebssystemEnterpriseProjekteSoftwareSoftware-HerstellerWorkspace

Windows 7 ja oder nein – das ist eine vieldiskutierte Frage auch auf silicon.de. Der schlechte Ruf von Windows Vista fußt nicht zuletzt auf den enormen Anforderungen, die das Betriebssystem an die Hardware stellt. Unsere Kollegen von ZDNet.de verglichen Windows 7 in der Version RTM (Ready to Market) 7600.16385 mit dem aktuellen Vista und dem Vorgänger XP.

Die Kollegen nahmen mehrere Messungen vor und ermittelten dann den Durchschnittswert. Vorläufiges Fazit: Windows 7 kann sich sowohl im High- wie auch im Low-End-Bereich durchsetzen. Allerdings können künftige Betriebssystem-Updates die Performance von Windows 7 schmälern, so jedenfalls war es bislang bei XP und Vista.

Deutliche Performance-Vorteile soll Windows 7 allerdings erst bei den Anwendungen bieten. Microsoft hat dafür nicht etwa eine neue Technik entwickelt, sondern vielmehr eine bestehende deaktiviert. Es handelt sich um die Cache-Technologie Superfetch, die Vista bei Anwendungen und dem Boot-Vorgang auf die Sprünge helfen sollte, sich aber mittlerweile als kontraproduktiv erweist.

Der Systemdienst lädt häufig genutzte Anwendungen in den Speicher, um so im Bedarfsfall darauf schneller zugreifen zu können. Für magnetische Festplatten ist diese Technik durchaus sinnvoll. Wird als Massenspeicher eine SSD verwendet, schaltet man den Dienst besser aus. Windows 7 soll dies automatisch machen. Auch andere Dienste wie Defrag und Readyboost sollen unter Windows 7 nicht verwendet werden. Die Kollegen stellten aber fest, dass bei der von Microsoft zur RTM gekürten Version 7600.16385 allerdings nur der Defrag-Dienst für die SSD nicht aktiv ist. Superfetch und Readyboost starten genauso wie bei Verwendung einer magnetischen Festplatte.

Allerdings unterscheide sich der Superfetch-Dienst in Windows 7 in der Vorgehensweise und im Cache-Umfang wesentlich von seinem Pendant in Vista. Während unter Vista nach dem Start der Dienst sofort mit dem Cachen von Applikationen beginne und nach drei Minuten bereits 1123 MByte Speicher belege, starte Superfetch unter Windows 7 erst nach fünf Minuten – das zeige die Auslastung des Speichers bei deaktiviertem Superfetch. Nach 10 Minuten nutze Windows 7 nur etwas mehr als 600 MByte Cachespeicher, während zur gleichen Zeit unter Vista die Auslastung 1627 MByte betrage. Somit wirke sich die neue Vorgehensweise von Superfetch doch positiv auf die Performance aus.

Lesen Sie auch :