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MariaDB Corporation verliert Patrik Sallner

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Nach drei Jahren an der Spitze von MariaDB Corporation, dem Unternehmen hinter der MySQL-Alternative MariaDB, wechselt Sallner zu der finnischen OpusCapita Gruppe.

MariaDB verliert mit Patrik Sallner den CEO. Nach drei Jahren in dieser Rolle wechselt der 45-Jährige jetzt zu dem IT-Finanzdienstleister OpusCapita. Sallner kam 2012 zur MariaDB Corporation. Damals nannte sich das Unternehmen noch SkySQL und konzentrierte sich unter anderem auf Dienstleistungen rund um die Datenbank MySQL. Inzwischen steht die Datenbank-Alternative MariaDB im Mittelpunkt.

Sallner gilt als Datenbank-Experte. Vor seiner Karriere bei MariaDB baute er zwei SaaS- und Hosting-Unternehmen mit Nokia Networks auf. Schließlich leitete er bei F-Secure in Finnland Professional Services. Hier konnte er seine Erfahrungen bei Multitenant-Umgebungen von Datenbank-Management-Systemen im Cloud-Umfeld erweitern, was ihn schließlich auch als CEO von MariaDB qualifizierte. Zuvor durchlief er verschiedene Management-Positionen bei Nokia und arbeitete in der Management-Beratung von McKinsey in Paris und Helsinki. Sallner verfügt über einen MSc Abschluss in Technology Management der TU Helsinki und einen MBA der Wharton School Pennsylvania.

Nach wie vor ist MariaDB zwar an der Verbreitung gemessen gegenüber dem “Vorbild” MySQL noch ein kleines Licht. Allerdings kann dieses Datenbank-Management-System, das übrigens von dem gleichen Entwickler wie MySQL stammt, auf erhebliches Interesse seitens der Industrie blicken. So kann die Datenbank auf die Unterstützung von Red Hat, SUSE, Wikipedia und anderen wichtigen Open-Source-Playern zählen. Auch IBM unterstützt inzwischen MariaDB auf den Power-Systemen. Offenbar konnte Sallner in dieser Position das Board von OpusCapita überzeugen.

Patrick Sallner will MariaDB auch weiterhin möglichst offen halten und mit Services und Support Geld verdienen. Quelle: SkySQL
Patrick Sallner hat es geschafft MariaDB bei Anwendern und Partnern als eine Art neues MySQL zu positionieren. Auch weiterhin soll die Datenbank Open Source bleiben. Verdienen will die MariaDB Corporation mit Services und Support. Quelle: SkySQL

“Das Wachstum von OpusCapita ist eng verbunden mit Expertenwissen in Sachen Finanzdienstleistungstechnologie und Automatisierung. Patrik Sallner hat umfangreiche Erfahrungen im erfolgreichen Aufbau von Services und Software-Business in verschiedenen internationalen Unternehmen. Wir erwarten von ihm als neuem CEO, das weltweite  Wachstum von OpusCapita fortzuführen und freuen uns sehr, dass Patrik Sallner diese Herausforderung angenommen hat”, so Heikki Malinen, Chairman of the Board bei OpusCapita.

Nun soll Sallner seine Erfahrungen bei dem Automatisierungs-Spezialisten von Finanzprozessen einbringen. Das Tochterunternehmen der Posti Group bietet Services und Software-Entwicklung in diesem Bereich und bietet dafür auch völlig neuartige Software-Robotics-Systeme.

“Ich freue mich außerordentlich, diese Chance wahrnehmen zu können. OpusCapita ist ein echter Pionier in seinem Geschäftsfeld. Das Unternehmen hat eine breitgefächerte Kundschaft und bietet dem Markt maßgebliche Innovationen. Mein Ziel ist, OpusCapita in seinem Marktsegment der Financial Services zum globalen Marktführer zu entwickeln. Es wird großartig, mit einem so hochqualifizierten Team zu arbeiten und dabei finnische Software und Expertise in den Weltmarkt einzubringen”, sagt der designierte CEO Sallner.

Sallner wird seine Tätigkeit Anfang Oktober 2015 aufnehmen. Der aktuelle OpusCapita-Interims-CEO Ossi Pohjola bleibt weiterhin als Member of the Board tätig. Wer die Nachfolge von Sallner bei MariaDB antreten wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Tipp:   Möchten Sie mehr über Patrik Sallner erfahren? Lesen Sie hier ein Interview mit dem MariaDB-CEO.

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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