AMD darf Werke auslagern

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Die Aktionäre des kränkelnden Chipherstellers AMD haben der zunächst gescheiterten Auslagerung der Halbleiterfabriken nun doch zugestimmt. Das teilte das Unternehmen mit.

Bei einem Treffen in Austin (US-Bundesstaat Texas) haben die Aktionäre den Plan mit der notwendigen Mehrheit durchgewinkt. Die Abstimmung war eine Woche zuvor noch wegen zu geringer Beteiligung gescheitert. Ein AMD-Sprecher sagte, der Zeitplan des Konzerns für die Abstimmung sei “offenbar zu aggressiv” gewesen.

AMD überträgt seine Chipfertigung damit in ein Joint Venture, an dem zwei staatliche Beteiligungsgesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) mit Investitionen in Milliardenhöhe beteiligt sind. Betroffen sind auch die beiden Dresdner AMD-Werke.

Ende Februar führt AMD für rund 2700 Mitarbeiter in Dresden zudem Kurzarbeit ein. Nach Informationen der Chemnitzer Morgenpost werden die Arbeitszeiten je nach Aufgabenbereich um bis zu 50 Prozent reduziert.

AMD begründete die Sparmaßnahme mit einem Rückgang der weltweiten Nachfrage. Der Hersteller hatte im Schlussquartal 2008 einen Verlust von 1,42 Milliarden Dollar hinnehmen müssen. Insgesamt war es der neunte Quartalsverlust in Folge. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 35 Prozent auf 1,162 Milliarden Dollar.

“Wir tun alles, um in dieser schwierigen Situation mit Augenmaß und Realitätssinn den neuen Herausforderungen am Standort Dresden gerecht zu werden”, sagte Geschäftsführer Hans Deppe der Zeitung. Die Kurzarbeit sei zunächst bis Ende Juli geplant.

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